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Parallelleiter-System, das schon von Heinrich Hertz zur Bestimmung der Länge elektromagnetischer Wellen benutzt wurde und zu Ehren von Ernst Lecher benannt ist.
Ausgehend von dem physikalischen Phänomen, daß hochfrequente elektromagnetische Wellen in einem kurzgeschlossenen Zweidrahtleiter Stehende Wellen bilden, eignet sich die Lecherleitung als Resonator zur Wellenlängenbestimmung. An Metall-Bügel 1 (siehe Abb.) des Lechersystems wird der magnetische Anteil der HF-Welle kurzgeschlossen, also auf Null reduziert. Das Magnetfeld bildet sich hinter dem Bügel sinusförmig aus und wird in einem Abstand der halben Wellenlänge wieder einen Nullpunkt erreichen. Wird genau an dieser Stelle ein zweiter Metallbügel plaziert, kann sich die elektromagnetische Welle ausbilden; andernfalls kommt es zu einem Kurzschluß und eine Resonanz in diesem System ist nicht möglich

In dem alten Versuchsaufbau wurde die elektromagnetische Welle mit einer auf die Drähte gelegten Geißlerröhre (Leuchtstoffröhre) nachgewiesen, man hatte demnach offenbar mit extrem hohen Feldstärken gearbeitet. Würde der beschriebene Versuch in gleicher Weise heute ohne Schutzvorkehrungen (Abgeschirmtes Labor) wiederholt, bestünde die Gefahr, daß infolge der elektromagnetischen Strahlung große Schäden und Störungen (u.a. des Funkverkehrs) auftreten.
In die Radiaesthesie wurde das Lechersystem erstmalig von Dobler und später in praktikablerer Form von Schneider eingeführt.
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